Leben auf Gran Canaria

Leben und arbeiten als Auswandererin auf Gran Canaria

Jemanden zu fragen, der dem meist kaltem Deutschland entflohen ist und auf Gran Canaria lebt, ob er es lieber heiß oder kalt mag, ist wohl eher eine rhetorische Frage. Könnte man meinen. Aber Gran Canaria ist ja die Insel des ewigen Frühlings, von Sommer ist hier also nicht die Rede. Und normalerweise sind richtig heiße Temperaturen auf unserer schönen Insel auch eher selten.

Das schlimmste was wir an Hitze auf Gran Canaria bislang erlebt haben, waren über 40 Grad. Ich glaub bei uns im Ort waren es damals 45 Grad in der Spitze. Das ist wirklich heiß. Wobei alte Gran Canaria Hasen durchaus auch von Temperaturen von über 50 Grad berichtet haben.

Wobei das, solange das Stromnetz nicht zusammenbricht, durchaus noch erträglich ist. Wenn man nicht aus dem Haus muss und eine Klimaanlage hat. Da wir damals aber zwei Hunde hatten, war ab und an die Nase aus der Haustür stecken leider obligatorisch. Zum Glück musste ich nur kurz über die Straße. Das haben die Hunde immerhin geschafft, ohne am Asphalt kleben zu bleiben. Aber beide waren NICHT begeistert.

Das war mir also insgesamt auch zu heftig. Selbst als Frostbeule. Ich guck zum Beispiel im Moment aus dem Arbeitszimmerfenster auf unseren Pool. Gestern habe ich mich geweigert rein zu gehen, da hatte das Wasser nur 26 Grad. Ich warte dann doch lieber auf 28 Grad, das ist fast Badewanne und damit beinahe Wohlfühltemperatur für Frostbeulen 🙂

Ansonsten fühle ich mich bei 28 oder auch 30 Grad am wohlsten. Gut, ich leide natürlich mit unserem Hund mit, dem wären 22 Grad dann doch lieber. Und natürlich muss man dann genau planen, wann man mit dem Hund wo geht. Um 14 Uhr eine Runde um den Block ohne viele Straßenüberquerungen ist ok, aber eine längere Strecke mit mehrfachen Asphaltberührungen, das mag der Kleine eben gar nicht. Und ab und an habe ich auch wirklich dünne Sommerschuhe an und kann durchaus dann mitfühlen, dass er heiße Pfoten bekommt.

Etwas ärgerlicher ist bei den etwas höheren Temperaturen dann im Haus eher der Streit um die Klimaanlage. Meiner Meinung nach muss die erst bei weit über 30 Grad laufen. Hund und Herrchen bevorzugen die Kühlung aber bereits ab 30 Grad. Und wegen Hund gebe ich auch meist nach 🙂

Leider ist die Klimaanlage, zumindest im Büro, kontraproduktiv laut. Aber auch der schönste Sommer hat ja irgendwann ein Ende, dann fallen auf Gran Canaria die Temperaturen nicht in den Keller, aber tagsüber bei um die 20 Grad ist dann eigentlich die beste Arbeitstemperatur. Und man kann einiges aufholen, was vielleicht im Sommer doch liegen geblieben ist. Denn wer möchte schon bei bestem Wetter ständig vor dem PC sitzen?

Ich hab mir aber angewöhnt, gerade im Sommer, wenn es dann doch mal über 30 Grad geht, immer eine Jacke mit zunehmen. Im Winter bleibt die eher mal zu Hause, gerade tagsüber. Aber ich hab am Anfang so oft dermaßen gefroren im Sommer, ohne geht gar nicht mehr. Ist ja klar, man geht zum Beispiel Einkaufen, da läuft die Klimaanlage. Spätestens wenn man dann an der Kühlabteilung ist, sucht man schon eher die Verkaufsstelle für Taschentücher.

(http://www.webmasterfriday.de/blog/hot-oder-cool-lieber-hitze-oder-kuehle-frische)

So, damit habe ich mal wieder am WebmasterFriday (Hot oder cool – Lieber Hitze oder kühle Frische) teilgenommen. Jetzt gehe ich aber mal gucken, was unser Pool macht. Und guck mal in den Tiefkühler, im Moment kaufen wir natürlich massenhaft Eis ein, die Hitze ist eine super Ausrede, um ständig leckere Eissorten auszuprobieren.

Und Freitag beantworte ich dann ganz aktuell die Frage, ob ich heiß wirklich mag. Der Wetterbericht hat was von 37 Grad für Ende der Woche verkündet. Wie gut, dass ich auch gerne von zu Hause arbeite, da brauch ich unseren Hund nicht quälen und gehe besser nicht ins Büro.

So, hier noch ein paar andere Artikel zu dem Thema Heiß oder Kalt:
… wir nehmen wie es kommt – pragmatischer Ansatz
Die Hitze fordert Opfer – war aber wohl nur die Festplatte …

Mein Tipp: Wenn es richtig heiß ist, nicht die Wohnung noch heiß kochen (wobei ausgerechnet an so Tagen habe ich immer Lust auf Auflauf, seufz). Wir grillen meist. Bei Temperaturen von über 35 Grad zwar nicht mehr, dann macht auch Grillen keinen Spaß mehr, aber bei normalen Temperaturen ist das durchaus eine Alternative zu Küche putzen und heiß kochen. Nicht umsonst gibt es in vielen südlichen Ländern Sommerküchen, hab ich im ehemaligen Kroatien kennen gelernt. Eigentlich recht praktisch. Aber wer will sich schon gleich eine zweite Küche einrichten, da ist Grillen doch eine gute Alternative zu. Wobei ich, wenn es richtig heiß ist, Gemüse vom Grill bevorzuge.

Unser gestriger Grillabend:
Grillen - nicht kochen - wenn es heiß ist bleibt die Küche kalt.


2 Responses to “Lieber Heiß – oder lieber Kalt”

  1. AV100

    Vielen Dank für Deinen Kommentar bei mir (http://www.av100.de/im-sueden-leben-und-arbeiten.php) Gran Canaria wäre auch noch eine Destination wo ich Leben und Arbeiten könnte.
    Sind schon einige Jahre her das ich auf der Insel war aber gefallen hat es mir dort sehr.
    Ich war seinerzeit in Playa del Ingles. Dort wo es wohl alle Partyhungrigen Urlauber hinzieht.
    Ein Freund von Klimaanlagen bin ich nicht.
    Ein Ventilator reicht mir völlig aus und der macht in der Regel auch keinen Krach 🙂
    Das Einkaufen im klimatisierten Supermark ist sicherlich jedem lästig. Selbst hier in Deutschland bei Lidl und Co muss man eine Jacke mitnehmen wenn man keine Frostbeulen bekommen möchte.

    Schöne Grüße aus dem Erzgebirge nach Gran Canaria.
    Lothar

  2. Bella

    Danke für deinen Gegenbesuch bei mir 🙂
    ja, ich mag die Klimaanlagen nicht, aber für Freitag ist eine Hitzewelle angekündigt, mal sehen wie sich die so überstehen lässt – Eisfach ist zumindest voll.
    Grüße zurück
    Bella

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