Leben auf Gran Canaria

Leben und arbeiten als Auswandererin auf Gran Canaria

In unserem beschaulichen Castillo del Romeral gibt es wohl jemanden, der nicht mehr gewillt ist, fremde Katzen auf seinem Grundstück zu dulden. Auf jeden Fall sind alleine in unserer Straße seit Weihnachten vier Katzen verschwunden. Eine tauchte zwischen durch, völlig abgemagert wieder auf, ist aber nun auch wieder weg.

Wie ein Katzenbesitzer rausgefunden hat, gibt es jemanden, der auf seinem Grundstück eine Katzenfalle installiert hat. Was er mit den Katzen macht? Das weiß keiner so genau, dass die eine Katze wieder aufgetaucht ist würde ja für Aussetzen sprechen. Allerdings waren bei den verschwundenen Katzen mindestens eine Katze dabei, die gechipt worden ist. Aber dennoch fehlt von ihr jede Spur.

Das neben der Katzenfalle noch ein dicker Stock stand, hilft in der derzeitigen Situation auch nicht wirklich weiter.
Ich versuche ja derzeit beide Seiten ein wenig zu verstehen, wobei ich die Maßnahmen des Katzenfängers für doch zu extrem halte. Einfach Katzen, also Lebewesen auszusetzen und das in Spanien und bei der wirtschaftlichen Situation, das kommt ja schon fast einem Todesurteil für die armen Vierbeiner gleich. Der Kragen ist ihm wohl geplatzt, als er festgestellt hat, dass die Vierbeiner auch ins Bett seines Babys gehen. Das ist natürlich für so ein Kleinkind auch nicht ganz ungefährlich. Meine Mutter hat immer mal erzählt, dass ihr das mit mir als ich noch ein Baby war auch passiert ist und sie mich schon halbblau im Gesicht gefunden hat.

Aber die Katzen jetzt einfach auszusetzen oder gar schlimmeres mit ihnen zu tun, das geht nun doch zu weit. Bei allen Verständnis dafür, dass man sich über die Vierbeiner durchaus kräftig ärgern kann. Tun wir ja selbst oft genug. Wir überlegen aber deswegen unser Grundstück Katzensicher zu machen. Den es nutzt mir ja nichts, wenn zwei, drei Nachbarn ihre Katzen einsperren oder wie die eine Nachbarin jetzt ihren Garten Ausbruchssicher gestaltet. Denn dafür gibt es hier auch einige frei lebenden Katzen und die sind immer unterwegs.

Ich hoffe mal, dass sich die Situation bald klärt. Vielleicht kommen beide Parteien ja mal an einen Tisch und reden über die Situation. Es muss doch bessere Wege geben, als ausgerechnet die Vierbeiner leiden zu lassen. Vielleicht lernen auch die Katzenbesitzer, dass es gut wäre, Katzen kastrieren zu lassen. Das würde sicherlich so das eine oder andere Konzert in der Nacht verhindern. Wobei der Spruch jetzt nicht gegen die geht, die ich kenne, von denen weiß ich, dass ihre Katzen alle entsprechend beim Tierarzt waren.

Der Fall schlägt im übrigen auch bei Facebook Wellen. Was da allerdings gegen den Katzenfallenbesitzer vorgeschlagen wird, … Teeren und Federn steht in modernen Varianten auch dabei.

Also, wer in Castillo del Romeral wohnt und eine Katze hat und es noch nicht mitbekommen haben sollte, passt erst mal gut auf Eure Vierbeiner auf.

Auch Hundebesitzer müssen aber wohl derzeit leider aufpassen. Eine Spanierin erzählte mir, dass sie mit ihrem Hund zum Tierarzt musste, da er wohl was giftiges gegessen habe. Mit einer Bluttransfusion konnte der Hund aber gerettet werden, es geht ihm auch wieder sehr gut. Bis jetzt war das aber wohl ein Einzelfall.


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