Leben auf Gran Canaria

Leben und arbeiten als Auswandererin auf Gran Canaria

Als das neue Gefängnis auf Gran Canaria geplant und schließlich gebaut wurden haben sich nicht nur die Anwohner von Castillo del Romeral und Juan Grande heftig gewehrt, auch im Süden und in den anderen Gemeinden war die Solidarität gegen diese Projekt recht groß. Fürsprecher hielten immer mal wieder dagegen, neue Arbeitsplätze würde es schließlich geben und der eine oder andere Auftrag oder Einkauf käme dann ja auch der Region zugute.

Das mag wohl richtig sein, es blieb aber wohl bei dem einen und nicht bei dem anderen Einkauf. Fünf Millionen Euro, so hoch ist der Etat des Gefängnisses bei Juan Grande, gehen fast ausschließlich irgendwo anders hin, nur nicht nach Gran Canaria. Einem Bericht in der Tageszeitung La Provincia zufolge sind es 8160 Euro für Eis pro Jahr und 336.963 Euro für Fisch, die für den Einkauf auf Gran Canaria verwendet werden. Die restliche Summe wird auf Teneriffa (824.200 Euro, von hier kommen Eier, Kaffee, Kartoffeln, Knoblauch und diverse andere Produkte) bzw. auf dem spanischen Festland ausgegeben.

Das es Ärger gibt, haben wir letztes Jahr im Ort schon mitbekommen. In Castillo del Romeral gibt es diverse Großwäschereien für die Hotels im Süden. Angeblich hat es keine dieser Wäschereien in unserem Ort geschafft einen Auftrag aus dem Gefängnis zu bekommen, dabei muss es auch eine Ausschreibung gegeben haben. Und ein einheimischer Bekannter hat im letzten Herbst wohl eine Führung durch das Gefängnis mitmachen können und berichtete von gemütlichen Doppelzimmern mit Flachbildschirmen. Es soll sogar Bilder dieser Luxussuiten hier im Umlauf sein (gesehen habe ich allerdings noch keins).


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